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Jungfuchsbejagung - ein Martyrium
Bau–oder Bodenjagd ist ein großes Übel unserer Jagd. Viel zu oft kommt es dabei zu unerbittlich, blutigen Kämpfen zwischen eindringenden Hund und dem Baubewohner Fuchs oder Dachs. Nicht selten enden diese Auseinandersetzungen mit dem Tod eines oder gar beider Kontrahenten. Doch noch immer wird diese Jagdart vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV) wohlwollend geduldet und gepflegt. Ein Höhepunkt dieses „Weidwerkes“ aber ist die barbarisch, quälerische Jungfuchsbejagung innerhalb ihres Baues. Im Internet dazu ein besonders „grausam, ausdrucksstarkes“ Foto, veröffentlicht in www.landlive.de. Es zeigt eine „hingerichtete Fuchsfamilie“ durch den Hund eines baujagenden Jungfuchsjäger. Leider kann das Foto wegen dem Urheberrecht hier nicht gezeigt werden. Deshalb seine kurze Beschreibung:
Bild 1 Massaker einer Fuchsfamilie, ( Bild im Internet )
Wahrscheinlicher Jagdverlauf: „Der Hund bedrängte die Füchsin, die sich zur Wehr setzte. Es wurde gegraben um sie herauszuholen. Dann wurden die noch hilflosen Welpen vom Hund abgewürgt und apportiert.
Im Forum unter “Missbrauch von Bildern und des Profils“, derselben Hompage, dazu die Meinung eines Weidmanns, vermutlich auch zu diesem Foto:
„Wenn ich das Foto mit der toten Fähe und ihren Welpen sehe, werde ich traurig, das ist nicht zu entschuldigen, das ist das fieseste in meinen Augen!!!!! Wer das anders sieht muss sich nicht wundern....dazu noch der gegenseitige Hass. Wasist bloss mit den Menschenlos. Der Umgang einiger mit Raubwild spaltet das ist meine Meinung. Viele Bilder provozieren und da muß man sich nicht wundern. Ich bin für 6 Monate Schonzeit für den Fuchs und die Abschaffung der Fallen-und Baujagd, dann sieht die Welt schon anders und ein Stück friedlicher aus. Als Jäger bin ich Heger und Naturschützer und kein Schlächter kleiner Welpen, oder ganzer Familien. Wer das nicht begreift muss sich über solche Beiträge nicht wundern. Helmut."
Der Fuchs wird das ganze Jahr über verfolgt, besitzt also keine Schonzeit, auch die Welpen nicht. Nur während der Aufzucht ihrer noch unselbständigen Jungen, gibt man den Elterntieren eine Gnadenfrist, zumindest auf dem Papier, um ihren Nachwuchs nicht dem Hungertod auszusetzen. Eine Selbstverständlichkeit eigentlich. Es ist längst bewiesen, dass sich auch der Rüde an der Aufzucht der Jungen beteiligt, wenn auch nicht so intensiv wie die Fähe. Die jüngeren „Familienväter“ dagegen, zeigen dafür anfangs weniger Eifer. An vier verschiedenen Bauen konnte ich selbst mehrfach die Rüden mit Beute beobachten. Einen ganz sicheren Beweis der Rüdenfürsorge, keine fremde Fähe, aber hatte ich vier Tage lang an einem Waldbau nahe einer Straße. Die Fähe, ein Verkehrsopfer, wurde von dem Rüden „rund um die Uhr“ ersetzt. Am fünften Tag war die Familie verschwunden.
In www.landlive.de, Forum, findet sich zu diesem Thema der Eintrag eines Jägers, indem er einen angeblichen „Fachmann“ zitiert. Die Ausführung in diesem Zitat sind völlig schwachsinnig, laienhaft und nicht mehr zu unterbieten. Das Zitat:
...Um hier einen allseits bekannten Foristi zu zitieren:
"Zum Märchen der Ammenaufzucht
Nur die Fähe versorgt das Geheck. Andere Fähen stehen in der Regel nicht zur Verfügung da es mit Sicherheit keine Fähe gibt die sich in der Ranz zurückhält weil sie lieber Karriere machen möchte als Kinder großzuziehen und es im nachhinein bereut. Rüden sind gar nicht in der Lage Welpen zu ernähren oder können die Leute die solchen Quatsch erzählen irgendwie erklären wo die Milch herkommen soll. Auch danach müßen die Jungen noch mit vorverdautem, aus dem Magen herausgewürgten, gefüttert werden und das kann der Rüde nicht. Einzig Fraß beitragen kann durch das Gewinsel angelockt der Rüde. Nur nützt das nullkommanix Es gibt kein Sozialverhalten beim Fuchs er ist und bleibt ein Einzelgänger. Andere Erkenntnisse stammen von in Gefangenschaft gehaltenen Tieren die in dieser nichtartgerechten Haltung ihr Wesen und ihre Natur verändern."
Also besteht auch keine Grund, eine Fuchsrüden irgendwann im Jahr zu schonen, wenn der Fuchs vom Jagdgesetz her frei ist... Varminter.
Hoffentlich gibt es nicht noch mehr solcher Jäger, die mit einen so blödsinnigen Zitat hausieren gehen. Eines aber steht fest, dieser hier gehört ebenfalls zu den besonders schießfreudigen Fuchsgegnern.
Bild 2 Einfache, schnelle Beute für baujagende Serienkiller
Für diese Fuchsjäger bedeutet oben genannte Gnadenfrist also, erst die Jungfüchse dann die Elterntiere. Und sie nutzen die Gelegenheit, denn nichts ist leichter als alle am vertrauten Bau spielenden oder ruhenden Jungfüchse in kurzer Zeit zu „entsorgen“. Mit Jagd und Jäger hat das absolut nichts mehr zu tun. Es ist widerliches Gemetzel nach Art der Schlächter. So nimmt manches Schießerleben aber seinen Anfang, wie auch im Internet u. a. zu lesen is::
„ich habe mir freitags den jagdschein (jugend) geholt und hab samstags und sonntags unsere 5! jungfüchse am bau erlegt. das war für mich schon ein großes ereignis die ersten füchse in meinem jägerleben. und ich denke ein fuchs der selbstständig wird frißt auch selbstständig ein paar stück niederwild!" (Ein Jungjäger im Forum von "Wild und Hund")
Doch es gibt nicht nur diese Schießer. Auch wenn sie lt. einer aktuellen Umfrage mit etwa 70% vor den Weidmännern liegen, die mit 30% die Jungfuchsbejagung am Bau ablehnen. Aber nur die sind es, die die Fuchsjagd noch mit Moral und Verstand betreiben. Dazu zwei Meinungen von ihnen aus dem Internet:
„Also ich sag mal so, ich werde in der Zukunft keine Jungfüchse mehr strecken, natürlich sind sie so am Besten zu bejagen, aber irgendwie hatte ich bei meinem ersten Jungfuchs ein extrem schlehtes Gewissen, ich meine auch das ältere Fuchse zu bejagen wesentlich mehr Passion und Intelligenz erfordert“ (Bergkern)
„Mag sein, dass wir mehr hätten, aber ich glaube es wäre nicht sehr viel! Und son Jungfuchs am Bau zustrecken hat für mich nichts mehr mit Jagd zu tun sondern das ist nur töten! Aber wie gesagt ist die Entscheidung von jedem selbst! Und wenn ich im Sommersitze und vllt alle 5 Ansitze eine Fuchs sehe und dann strecke kann es kein zu hoher Bestand. Und unser Niederwild wird mehr und mehr!“ (Wmh Carlemann)
Mit Lebendkastenfallen am Bau spart man sich die Zeit des Ansitzes. Zudem hat es noch den Vorteil, den einen oder anderen kräftigeren Welpen lebend für die Ausbildung ihrer Bauhunde mitzunehmen. Und dort erwartet diese Jungfüchse in den Schliefanlagen weiterer enormer Stress, nicht zu sprechen von ihren Angstzuständen. Sind sie nicht mehr tauglich, haben sie Glück mit der Kugel erlöst zu werden. Der weitaus größte Teil aber, wird dann von den Hunden noch abgewürgt. Das lässt sich eben an der noch wehrlosen „Fuchsbrut“ besonders gut üben.
Den Rest der am Bau gefangenen Jungfüchse entledigt man sich gleich an Ort und Stelle. Auch das oft noch auf unfassbar, mörderische Methode, wie am Beispiel aus dem Internet vorgestellt:
"Das gefangene Stück in einen Sack lassen und über den Kopf schwingend fest auf den Boden schlagen. Wirkt bestens und ist Balgschonend. (...) Und es klappt immer auch mit dem stärksten Fuchs, hab ich schon etliche male gemacht." (Jäger "44MAGNUM" im "landlive"-Forum)
Unbegreiflich! Solch abartigen Fuchsjäger sind Unrat in unseren Wäldern. Von ihnen muß sich die Jägerschaft unbedingt befreien.
„Töten der Jungfüchse in der Falle durch Kopfschuß mit der Kurzwaffe im Kaliber 22lfb! Wenn sie keine Räude haben eignen sie sich sehr gut für die Hundeausbildung.“ (Jäger "Stietz" im "landlive"-Forum als Antwort auf die Frage, wie man gefangene Fuchswelpen am besten tötet
Was außerhalb am Bau der Ansitzjäger oder Fallensteller erledigt, dass übernehmen im Bau die grabenden Baujäger und ihre Hunde. Besonders lohnend ist es, wenn die Jungfüchse noch klein, sich noch nicht wehren können. Dann sind sie, noch in ihrer Kinderstube oder später im Gehege, praktisches, lebendes Übungsmaterial für die noch jungen auszubildenden Bauhunde. Die folgenden Auszüge stammen zwar aus älterer Baujagdliteratur, sind in ihrer Aussage aber noch immer aktuell wie auch Fotos im Internet beweisen:
DER DACHSHUND v. Fritz Engelmann : „Hast du aber Jungteckel zu Hause, für die du Jungfüchschen brauchst, so grabe diese nicht mit dem alten Hunde,der sie abbeuteln würde
MIT DEM DACHSHUND UNTER DER ERDE v. Hugo Siegwart : „Jungfüchse grabe ich aber nur noch, um sie lebend heim zu bringen, als Lehrobjekt für junge Hunde“.
In den ersten drei Wochen lässt die Fähe ihre Jungen nicht sehr oft allein. So bietet sich dem Jungfuchsjäger oft die Gelegenheit, dass beim graben des Baues oder einfahren des Hundes, sich auch gerade die Fähe bei ihrem Nachwuchs aufhält. Junge unerfahrene Fähen verlassen bei derartigen Störungen in den meisten Fällen fluchtartig den Bau. Erst in der folgenden Nacht suchen sie ihre Welpen wieder auf um sie in ein ferneres Versteck zu tragen. Doch meistens kommt es nicht dazu. Denn jeder Fuchs, ob Elterntier oder Welpe ist für diese eingefleischten Fuchstöter einer zu viel. Kein Wunder, bei solchen im Internet vertretenen Meinungen:
"(...) Den Fuchs so zu bejagen, als gelte es, ihn auszurotten, finde ich nicht verwerflich (Jäger "websaugerwildschwein" im "landlive"-Forum)
Bild 3 Auf die Fähen, die versuchen ihre Jungen zu schützen, reagieren die Jungfuchsjäger auch mit Einsatz von Bauhunden, die den Kehlbiss beherrschen, ein meist sicheres Todesurteil für die Füchsin
Fotomontage ohne Vorlage
Ältere Fähen dagegen, übernehmen bei eindringen der Bauhunde oft bis zum letzten Atemzug den aktiven Schutz ihrer Welpen. In aktuellen Beispielen wird davon immer wieder berichtet und auch in spezieller Baujagdliteratur ist vom Welpenschutz der Fähen, in bestimmten Situationen, die Rede. Auszug aus:
DER DACHSHUND v. Fritz Engelmann : "Aber eine alterfahrene, hartgesottene Fähe in einem für sie und ihr Geheck recht günstigen Bau kann ein ganz gehöriger Gegener selbst für nicht schlechte Hunde werden“.
Bild 4 Kurze aber heftige Beißattacken der Füchsin. Es kommt auf beiden Seiten häufig zu schwersten Verletzungen. Tierleiden vermeiden! Das gilt nicht für jagende Jungfuchsschlächter
(Fotomontage in Anlehnung an ein Bild aus einer Schliefanlage)
Wenn der Bauhund in der Höhle auftaucht, zieht sich die Fähe rückwärtsgehend in umittelbare Nähe der Welpen an die Höhlenwand zurück. Blitzschnell fährt sie von dort, unter lauten keckern, auf den Hund los, versetzt ihn in kurzer Folge mit den spitzen Reißzähnen gezielt mehrere tiefere Wunden und zieht sich wieder zurück. So geht es einige Zeit hin und her. Meist treffen ihre Bisse den Fang des Hundes, seitlich den Kopf und auch die Ohren. Der Hund seinerseits, wenn er auf Schärfe gedrillt wurde, wird versuchen seinen an gefangenen Füchsen geübten Würgegriff an der Kehle der Füchsin anzusetzten. Dazu auch folgende Auszüge aus der Baujagd-Literatur:
JACK RUSSEL TERRIER v. D.Brian Plummer:„Dagegen spricht nicht nur nach meiner Überzeugung, dass der verzweifelt in die Enge getriebene Fuchs sich nochkraftvoll zu verteidigen weiß, dem Hund böse Wunden beibringen kann,....“
BODENJAGD v. Rudolf Fries „Der Fuchs zwickt mit seinen spitzen Zähnen zwar tiefe Löcher, aber sobald ihn sein Gegner auslässt läßt er diesen sofort auch los.
Und an anderer Stelle:
„Der Würger muß versuchen, dem Fuchs von unten an die Kehle zukommen, wenn dieser einmal nicht aufpaßt oder ins Leere schnappt.“
Wohl keiner dieser Baujäger wird sich während der gewaltsam, blutigen Auseinandersetzungen jemals Gedanken machen, was in dem angegriffenen Tier wohl dabei vorgeht. Der Hund ist vorbereitet, er wurde im Einzelnen darauf gedrillt, er weiß was auf ihn zukommt. Die Füchsin aber wird überrascht, muss sich auf die neue Situation einstellen und sich gegen einen bisher unbekannten Feind verteidigen. Das alles aber nur, weil weithin gefühllose Menschen, ohne Rücksicht auf mögliche blutige Auseinandersetzungen im Bau, die Leistung ihrer Hunde, unter spannungsgeladenen Warten, bestätigt haben wollen.
Im Jagdbuch „DER FUCHS“ v. Alexander Smook, steht dazu ein sehr bezeichnender Satz:.
"Wer gefühlsroh ist, hat in der Jägerei nichts zu suchen“. Und das gilt ganz sicher für diese Gattung der baujagenden Jungfuchsjäger.
Bild 5 Blutbad ganzer Fuchsfamilien - rationelle Baujagd wie auf dem Schlachthof
(Fotomontage in Anlehnung an das Beutebild eines weiteren Jungfuchsjägers)
Ist der Bauhund scharf genug, schafft er es oft die sich erbittert wehrende Fähe abzuwürgen oder zu verletzen. Auch der Hund bleibt von größeren, tiefen Bisswunden nicht verschont, aber das nehmen seine Auftraggeber in Kauf. Meistens müssen sie dann graben, um die tote oder halbtote Fähe herauszuholen. Der Bauhund aber kann sich nun gefahrlos den wehrlosen Welpen widmen. Er würgt sie am Halsbereich noch in der Höhle ab und apportiert sie einzeln nach draußen. Geboren ist er dafür nicht, aber gleich den Baujägern, ist auch er nun ein Jungfuchskiller. In der im Bild 4 dargestellten Situation, zeigte einer der apportierten Welpen am Jagdtag, trotz erheblicher Bissverletzungen am Hals noch starkes Leben und wurde daraufhin von einen der Baujäger mit dem Spaten erschlagen. Auch von diesen Welpen wandern viele in die Schliefanlagen , um dort die Bauhunde für die kommenden Baujagden fit zumachen. Dazu zwei Beispiele aus www.landlive.de, Forum Jungfüchse:
„Manchmal hat schon der Bauhund den Job erledigt und die Welpen nacheinander ans Tageslicht befördert-da ich aber immer wieder mal einen lebend fangen will wg. Aufzucht als Schliefenfuchs für unsere Schliefanlage, lass ich den Hund nicht mehr absichtlich in den Heckbau. IdS Daniel
„Natürlich soll man in einem Niederwildrevier Jungfüchse bejagen. Nicht zu vergessen, auch mit einem Bauhund, das geht recht gut. Der Hund liegt vor und mangräbt die Jungfüche, oder Der Bauhund kann apportieren und bringt sie.“ Grß misl
Wie in der führenden Hompage über die Baujagd, www.nimrods.de, zu lesen ist, sind die Baujäger im „INTERNATIONALER BAUJAGDVEREIN“ zusammengeschlossen. In seinen Richtlinien werden die Mitglieder unter „ÖFFENTLICHKEITSARBEIT“ darauf hingewiesen, wie die Baujagd gegenüber der Allgemeinheit positiv darzustellen ist und was keinesfalls darüber veröffentlicht werden darf. Folgende Auszüge daraus zeigen, wie heuchlerisch dabei auch argumentiert wird:
„Wir versuchen, die Baujagd so zu gestalten,das sich die Hunde auf keinen Kampf einlassen, der für Verletzungen des Raubwildes oder der Hunde sorgt.“
Doch gezielt werden auch die Bauhunde hinein beortert, um Welpen und Fähen abzuwürgen. Beispiel aus www.landlive.de : Foto eines toten Fuchses im Schnee, Text dazu: “Fähe-Diese Fähe wurde vom Terrier im Bau abgetan“. Heuschlerisch auch hier die Wortwahl, „abgetan“ bedeutet natürlich abgewürgt.
„Es ist eine Stöberarbeit unter der Erde.“
Stöbern heißt verfolgen. Doch nicht zielbewußt, wie es den Hunden auch eingetrichtert wird, sich in Kämpfe mit Füchsen einzulassen, sie abzuwürgen oder zu apportieren.
„Diese Punkte sind immer wieder deutlich zu machen.“.
„In den „Jagdzeitschriften, im Internet, in allen anderen Medien die Baujagd positiv darstellen.“
Ständig wird die große Zahl des Niederwildes genannt, die dem Fuchs zum Opfer fällt. Ein Thema das auch von angeblichen Fachleuten, mit vielen unsinnigen und falschen Behauptungen behandelt wird. Man muß aber ein Alibi haben, um die grenzenlose Jagd auf den Fuchs zu rechtfertigen. Sicher ist aber,dass es die Selbstsucht der Fuchsgegner ist, denn was Reinicke holt können sie nicht mitnehmen.(Paradebeispiel: Fasan)
„Auch wenn die Jungfuchsbejagung notwendig ist, keine Berichte darüber bringen.“
Man weiß selbst um diese widerwärtige Jagdart, will sich durch Veröffentlichungen deshalb nicht bloß stellen.
„Darstellungen von verletztem Raubwild und auch der eigenen Hunde sind zu vermeiden.“
„Sollten Bilder davon im Internet sein, möglichst umgehend das Gespräch suchen mit dem Ziel der Entfernung.“
Das ist die „Sorge“ des BAUJAGDVEREINS, dass mit Veröffentlichungen der Beutebilder und Berichte ihrer Mitglieder, die ganze Wahrheit dieser perversen Jagdart ans „Tageslicht kommt“. Es gibt aber eine Fülle derartiger Bilder im Internet, die entsetzlich zugerichtete Füchse und Dachse zeigen. Diese Bilder werden dann auch noch gelegentlich, von wohl abartig veranlagten Lesern auf ihre Aussagekraft hin bewertet. Manchmal wird auch ein Bauhund mit halb zerbissenen Unterkiefer, aufgerissenen Ohren u.s.w. gezeigt, aber da ist man mit der Veröffentlichung schon etwas zurückhaltender. Wir aber können den Baujägern „dankbar“ sein, die uns an Hand ihrer prahlerischen Beutebilder dokumentieren, was sich zuvor, unsichtbar im Erdreich abgespielt hat. Nicht nur hochflüchtig den Bau verlassende Füchse, sondern auch erbarmungslos, blutige Beissereien auf Leben und Tod zwischen Bauhund und Fuchs, sowie regelrechtes abschlachten wehrloser Welpen noch im Bau. Und nicht zu vergessen, die grauenhaft zugerichteten Füchse, die lebend für die Ausbildung der Bauhunde herhalten mußten.
Die Baujagd, ein Relikt aus alten Zeiten, wird noch immer von einer kleinen Clique unverbesserlicher Hasser auf Fuchs und Dachs ausgeübt. Diese Beutegreifer sind für die Baujäger aber nur Mittel zum Zweck.
Wie passend dazu folgender Auszug aus einer alten Jagdweisheit v. Graf von Schwerin:
“Wir Jagen um des Schönen willen in der Jagd, nicht der Beute wegen".
Denn die ganze Priorität und gespannte Erwartung dieser angeblichen Jäger, gilt nur dem Geschehen ihrer abgerichteten Hunde unter der Erde. All das Leiden beteiligter Tiere, das durch sinnlose Quälerei am und im Bau immer wieder stattfindet, nehmen sie nur achselzuckend zu Kenntnis. Sie berauschen sich regelrecht, wenn nach stundenlangen Gepolter unter der Erde, die Hunde nicht selten mit schweren Verletzungen, aber erfolgreich den Bau wieder verlassen So empfand es auch Hermann Huttel in seinem Buch, „LOB DES WAIDWERKS MIT DEM HUND“:
„Wer von der Erdjagd nichts kennt, weiß nicht, wie erregend sie ist, für mich jedenfalls hat es in meinem langen Jägerleben kaum etwas Spannenderes als die Erdjagd gegeben."
Fast man nun mit klaren Gedanken alles zusammen was mit der Baujagd zusammenhängt, ohne die übrige Jagd grundsätzlich abzulehnen, so kommt man zu folgenden Ergebnis. Die Baujagd ist in jeder Hinsicht völlig überflüssig. Sie ist für die Baujäger lediglich eine prickelnde Freizeitbeschäftigung, in der nur die Arbeit und der Erfolg ihrer Hund im Vordergrund steht. Am Fuchs und Dachs wird die praktische Arbeit ihrer abgerichteten Hunde erprobt. Die Baujagd verletzt auch in skandalöser Weise besonders zwei der wichtigen Gebote zur Jagdethik: „Vermeidung unnötiger Tierleiden“ und „Wild auch Chancen lassen“. Jeder jagdbare Baubewohner kann, wenn es sein muss, auch im freien Gelände, erfolgreich gestellt werden. Das dazu mehr Zeit gebraucht wird, versteht sich. Zeit aber,gehört wie Moral und Verstand auch zu den unerläßlichen Eigenschaften eines weidgerechten Jägers. Den Schießern sind diese Eigenschaften längst abhandengekommen. Deshalb müssen auch sie, wie die Baujagd, aus unseren Wäldern und Fluren ein für alle Mal verbannt werden.
[Wissenswertes]
Letzte Änderung am 29.05.2010