Der Ärger mit einer Waldmaus
Am Dachsbau sitz ich schon lange Zeit,
warte auf Grimbart, noch ist´s nicht so weit,
halb wach, halb dösend, es ist bereits spät,
kein Wunder, das dann was daneben geht.
die Kamera weit weg von mei´m Sitz,
wird ausgelöst und mit ihr der Blitz
durch Luft, im Gummiball erzeugt mit Sinn,
und geführt mittels Schlauch zur Kamera hin.
es ist ganz still und im Mondenschein,
huscht schnell durchs Laub ein Mäuselein.
Am langen Ästchen, da bleibt es jetzt stehn,
was wird es da suchen? gleich werd ich es sehn.
es schnuppert, läuft hurtig dran hin und her,
und fängt an zu nagen, es schmeckt ihm wohl sehr.
Es scheint eine Rinde, besonderer Art,
wie Mäuse sie lieben, etwas süß und ganz zart.
so geht´s eine Weile, dann scheint es satt,
und verschwindet zufrieden unter dem Blatt.
Wie weise, so denk ich, der Wald doch bedacht,
zu ernähren die Geschöpfe auch bei Nacht.
es herrscht wieder Ruhe im weiten Rund,
da bringt mir ein lautes knacken die Kund,
das Grimbart jetzt kommt und gleich es gilt,
damit es werde ein gutes Bild.
da zeigt er sich schon in ganzer Gestalt,
ich drücke den Ball, doch bleibt dunkel der Wald,
kein Blitz, kein klicken der Kamera,
nochmal, doch nichts,mein Dachs längst nicht mehr da.
warum es nicht ging, ich mußte es wissen,
drück wieder den Ball, da hört ich es zischen,
ich suche die Stelle und finde im Schlauch,
ein größeres Loch, so, jetzt weiß ich es auch.
das lange Ästchen im Mondenschein,
war leider der Luftschlauch, es mußt ja so sein,
Umsonst dieser Ansitz, doch der Maus werd ich´s zeigen,
in Zukunft der Schlauch nur noch oben, auf Zweigen.